Seit Beginn der Sonderoperation in der Ukraine haben viele bekannte europäische und asiatische Marken entweder Russland verlassen oder ihre Lieferungen von Haushaltsgeräten auf den russischen Markt deutlich eingeschränkt.
Wir sind es gewohnt, in unserer Komfortzone zu leben und machen uns keine Gedanken darüber, woher die Waren stammen, die wir kaufen. Haushaltsgeräte werden beispielsweise von europäischen, chinesischen, asiatischen und amerikanischen Unternehmen hergestellt. Darüber hinaus werden diese Produkte auch in den GUS-Staaten produziert. Damit wir die passenden Geräte auswählen können, müssen sie erst einmal in unseren Markt geliefert werden.
Heute haben viele Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit in Russland eingestellt.
Einige sind für immer gegangen, während andere gezwungen sind, antirussische Sanktionen zu unterstützen oder sich aufgrund der wirtschaftlichen Lage für eine restriktive Politik entschieden haben.
Es gibt viele widersprüchliche Informationen zu diesem Thema, aber die Liste der Marken wächst stetig. In diesem Artikel gehen wir auf die Unternehmen ein, die in Russland bleiben, diejenigen, die nicht mehr auf dem heimischen Markt vertreten sind, und was sich hier vor Ort tut.
Samsung
Samsung ist eines der bekanntesten Unternehmen, das sich auf die Herstellung von Computern und Haushaltsgeräten spezialisiert hat. Das Unternehmen produziert Kühlschränke, Mikrowellen, Fernseher, Backöfen, Klimaanlagen und vieles mehr. Die südkoreanische Marke hat die Lieferung ihrer Geräte auf den russischen Markt eingeschränkt.
Die offiziellen Samsung-Händlerketten bleiben jedoch geöffnet. Geräte, die vor Verhängung der Sanktionen geliefert wurden, können weiterhin verkauft werden. Sie sind auf der offiziellen Website des Unternehmens oder in den Ladengeschäften erhältlich. Wichtig zu wissen ist, dass es keine neuen Produkte dieser Marke geben wird.
Aktuell beeinträchtigen die europäischen und US-amerikanischen Sanktionen die Interessen von Samsung nicht. Die Lieferunterbrechung ist auf logistische Probleme zurückzuführen. Unter den gegenwärtigen Umständen wird es schwierig sein, neue Produktlieferungen auf den russischen Markt zu etablieren, das Unternehmen unternimmt jedoch alle Anstrengungen, dieses Problem zu lösen. Sollte sich die politische Lage in Zukunft ändern, wird sich dies positiv auf den Import von Samsung-Haushaltsgeräten nach Russland auswirken.
Erwähnenswert ist, dass sowohl Serviceleistungen für Samsung-Produkte im Gebrauch als auch Garantieleistungen angeboten werden. Diese werden von zertifizierten Servicezentren in zahlreichen russischen Städten erbracht.
Natürlich werden Samsung-Produkte bald teurer. Die Preisgestaltung wird maßgeblich vom steigenden Dollarkurs beeinflusst, weniger von den Sanktionen. Einzelhandelsketten sind gezwungen, die Preise zu erhöhen, um überhaupt überleben zu können.
LG, ebenfalls ein südkoreanisches Unternehmen, bietet eine ernstzunehmende Alternative zu Samsung. Die Qualität dieser Produkte steht der von Samsung in nichts nach. Der Hersteller verfügt über eine eigene Produktionsstätte in Russland (in der Region Moskau).
Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit in der Russischen Föderation fortsetzen
Es gibt zahlreiche Berichte über Firmen, die den russischen Markt massenhaft verlassen, doch nicht alle sind verlässlich. Hier ist eine Rangliste von Haushaltsgeräten einiger Firmen, die weiterhin in unserem Land tätig sind:
- Bosch Gruppe – Deutsche Marken. Diese Unternehmen produzieren Haushaltsgeräte (Kühlschränke, Staubsauger, Waschmaschinen, Gefrierschränke usw.). Derzeit sind die Werke des Unternehmens weiterhin in unserem Land in Betrieb, und es gibt Pläne, Geräte aus dem Ausland zu importieren;
- ElectroluxSchwedische Haushaltsgeräte werden unter Marken wie AEG, REX, Westinghouse, Electrolux und anderen hergestellt. Das Unternehmen bietet eine große Auswahl an Haushaltsgeräten aller Art. Electrolux-Produkte unterliegen keinen Sanktionen und werden nach Russland importiert;
– PhilipsDas Unternehmen produziert Fernseher, Computerzubehör, Elektrorasierer und weitere Produkte und plant nicht, Russland zu verlassen. Konkrete Pläne bezüglich neuer Lieferungen wurden noch nicht bekannt gegeben; alles hängt von der aktuellen Lage ab. Derzeit ist es nicht möglich, Waren aus europäischen Ländern oder China nach Russland zu liefern.
Die oben genannten Unternehmen sind weiterhin in unserem Land tätig; es gibt jedoch Probleme, die von den Herstellern selbst nicht gelöst werden können (Logistik, Mangel an Teilen und Elementen, die im Produktionsprozess benötigt werden).
Die Zukunft türkischer Haushaltsgeräte von BEKO und Vestel ist ungewiss. Vestels Produktionsstätten werden für zahlreiche Marken genutzt, darunter auch für Toshiba (Japan). Vestel zählt aktuell zu den größten Fernsehherstellern Europas.
Haushaltsgeräte russischer Produktion
Vor dem Hintergrund westlicher Sanktionen und des Weggangs bekannter Marken und Hersteller von Luxus-Haushaltsgeräten aus Russland haben russische Vertreter die Möglichkeit, der Öffentlichkeit einheimische Alternativen anzubieten.
Teure Kühlschränke von Samsung oder LG könnten durch russische Marken wie Biryusa, Stinol oder Atlant (hergestellt in Belarus) ersetzt werden. Biryusa, ein Kühlschrankhersteller, ist seit Sowjetzeiten ein bekannter Name auf dem Markt und einer der größten Haushaltsgerätehersteller des Landes.
Russische Fernsehgeräte sind ebenfalls sehr wettbewerbsfähig und stehen ausländischen Produkten praktisch in nichts nach.
Beispielsweise die Marken Rubin und Novex sowie in Belarus hergestellte Fernsehgeräte: Vityaz, Skyline, Horizont.




